Schnittstellen & API
Schnittstellen, die Daten zuverlässig abgleichen
Bestellungen, Bestände, Kunden und Rechnungen sollen einmal erfasst werden und dann überall stimmen. Wir verbinden Shop, Warenwirtschaft, Buchhaltung und CRM so, dass niemand mehr Daten von einem System ins andere abtippt.
Von Anton Jacker, Geschäftsführer IACCAM. Stand: 21. September 2026
Kennen Sie das?
- Bestellungen aus dem Shop werden jeden Morgen von Hand in die Warenwirtschaft übertragen.
- Der Shop zeigt Artikel als lieferbar, die im Lager längst ausverkauft sind.
- Die Buchhaltung bekommt Rechnungen als PDF-Stapel und bucht sie einzeln nach.
- Vertrieb und Lager arbeiten mit unterschiedlichen Kundendaten, und keiner weiß, welche stimmen.
- Eine bestehende Schnittstelle bricht immer wieder ab, und niemand kennt den Code mehr.
Daten einmal erfassen
In den meisten Unternehmen arbeiten mehrere Systeme nebeneinander: ein Onlineshop, eine Warenwirtschaft, eine Buchhaltung, oft ein CRM und dazu Tabellen, die irgendwann jemand angelegt hat. Jedes System ist für sich sinnvoll. Teuer wird es an den Übergängen, dort wo Daten von Hand übertragen, kopiert oder per E-Mail weitergereicht werden.
Eine Schnittstelle ersetzt diese Übergänge durch einen festen, automatischen Ablauf. Sie holt Daten aus einem System, prüft sie, bringt sie in das Format des Zielsystems und schreibt sie dort hinein. Dabei hält sie fest, was übertragen wurde und was nicht. So entsteht eine Kette, in der eine Bestellung, ein Bestand oder eine Rechnung nur einmal erfasst wird.
Wir entwickeln solche Schnittstellen in PHP, meist mit Symfony oder Laravel, und binden die Systeme über ihre offiziellen Programmierschnittstellen (APIs) an. Wo ein System keine API hat, arbeiten wir mit Dateiexporten, Datenbankzugriff oder Webhooks. Welcher Weg der richtige ist, klären wir am Anfang, nicht nach der ersten Panne.
Typische Verbindungen
Die meisten Anfragen betreffen wiederkehrende Kombinationen. Jede davon hat ihre eigenen Stolperstellen, und die kennen wir aus der Praxis. Die folgenden Beispiele zeigen, was wir üblicherweise abgleichen. Ihre Kombination kann anders aussehen, das Vorgehen bleibt dasselbe.
Shopware und JTL
JTL-Wawi ist bei vielen Shopbetreibern die Warenwirtschaft hinter Shopware. Für die Verbindung gibt es den JTL-Connector. Wir richten ihn ein, passen ihn an Sonderfälle an oder ergänzen ihn dort, wo der Standard nicht reicht. Mehr dazu auf der Seite Shopware mit JTL und ERP verbinden.
- Artikel, Varianten, Preise und Bestände aus der Wawi in den Shop
- Bestellungen und Kunden aus dem Shop in die Wawi
- Versandstatus und Sendungsnummern zurück an den Shop
- Zuordnung von Eigenschaften, Kategorien und Kundengruppen
Shop und Buchhaltung
Rechnungen, Gutschriften und Zahlungseingänge sollen ohne Nachbuchen in der Buchhaltung ankommen. Für DATEV bereiten wir Buchungsdaten im DATEV-Format auf oder nutzen die angebotenen Schnittstellen. lexoffice (heute Lexware Office) bietet eine öffentliche API, über die sich Belege und Kontakte direkt übertragen lassen.
- Rechnungen und Gutschriften als Belege übertragen
- Zahlarten den richtigen Konten zuordnen
- Zahlungseingänge mit offenen Posten abgleichen
- Steuersätze und Auslandsverkäufe richtig abbilden
CRM und ERP
Vertrieb arbeitet im CRM, Auftragsabwicklung und Lager im ERP. Ohne Verbindung pflegen beide Seiten eigene Kundendaten, und Angebote werden doppelt erfasst. Wir legen fest, welches System für welche Daten führend ist, und gleichen den Rest automatisch ab.
- Kunden und Ansprechpartner in beide Richtungen
- Angebote aus dem CRM als Auftrag ins ERP
- Auftragsstatus und Umsätze zurück ins CRM
- Dubletten erkennen statt neu anlegen
Marktplätze und Dienstleister
Zahlungsanbieter, Versanddienstleister, Marktplätze und Lieferanten bieten eigene APIs oder Dateiformate an. Wir binden sie dort an, wo die Daten gebraucht werden, statt einen weiteren Export von Hand zu pflegen.
- Lieferantenbestände und Preislisten importieren
- Versandetiketten und Tracking automatisieren
- Zahlungsstatus in Shop und Buchhaltung aktuell halten
Wer hat die richtigen Daten
Die wichtigste Frage bei jeder Schnittstelle ist nicht technisch. Sie lautet: Welches System ist für welche Daten führend? Wenn der Preis im Shop und in der Warenwirtschaft geändert werden kann, gewinnt irgendwann die falsche Änderung. Deshalb legen wir vor dem ersten Code fest, woher jede Information kommt und in welche Richtung sie fließt.
Daraus entsteht eine Feldzuordnung: Welches Feld im Quellsystem entspricht welchem im Zielsystem, was passiert mit Werten, die es nur auf einer Seite gibt, und wie werden Sonderfälle wie Varianten, Staffelpreise oder mehrere Lieferadressen behandelt. Diese Zuordnung schreiben wir auf. Sie ist später die Grundlage für Tests und für jede Änderung.
Das klären wir vor dem Start
- Welche Systeme beteiligt sind, mit Version und Zugang zur API
- Welches System für welche Daten führend ist
- Wie oft abgeglichen wird: sofort, im Minutentakt oder nachts
- Was bei Fehlern passieren soll und wer benachrichtigt wird
- Welche Altdaten einmalig übernommen oder bereinigt werden
- Wer die Schnittstelle nach dem Start betreut
Fehler sichtbar machen
Jede Schnittstelle trifft irgendwann auf Daten, die nicht passen: eine Artikelnummer, die es im Zielsystem nicht gibt, eine Adresse ohne Postleitzahl, eine API, die kurz nicht antwortet. Entscheidend ist, was dann passiert. Eine schlechte Schnittstelle bricht still ab. Eine gute hält fest, welcher Datensatz nicht übertragen wurde und warum, versucht es bei vorübergehenden Fehlern später erneut und meldet sich, wenn ein Mensch eingreifen muss.
Deshalb bekommen unsere Schnittstellen ein Protokoll, eine Warteschlange für fehlgeschlagene Übertragungen und eine Benachrichtigung per E-Mail oder in Ihren Chat. Sie sehen, was durchgelaufen ist, und müssen nicht darauf warten, dass ein Kunde sich über eine fehlende Bestellung beschwert.
Bestehende Schnittstellen übernehmen
Viele Anfragen beginnen nicht bei null. Es gibt eine Schnittstelle, die ein früherer Dienstleister oder ein ehemaliger Mitarbeiter gebaut hat, und sie funktioniert meistens. Wir lesen uns in den bestehenden Code ein, dokumentieren, was er tut, und beheben die Ursachen der Abbrüche. Danach entscheiden Sie mit uns, ob sich eine Überarbeitung lohnt oder ob ein Neubau günstiger ist.
Oft hängt eine alte Schnittstelle an einer veralteten PHP-Version oder an einer API, die der Anbieter abschalten will. Dann gehört sie in den größeren Zusammenhang der Software-Modernisierung, weil sie sonst beim nächsten Update des Servers stehen bleibt.
Schnittstelle oder Workflow
Nicht jede Verbindung braucht eigenen Code. Für einfache Abläufe, etwa eine neue Bestellung als Nachricht an das Lager oder ein Formular als Kontakt ins CRM, reicht oft ein Workflow-Werkzeug wie n8n. Wir sagen Ihnen ehrlich, wo das genügt und wo eine programmierte Schnittstelle stabiler und günstiger im Betrieb ist. Mehr dazu unter Prozessautomatisierung mit n8n.
Ablauf
So entsteht eine Schnittstelle
Von der Bestandsaufnahme bis zum laufenden Betrieb, mit einem Ergebnis, das Sie auch ohne uns verstehen.
Schritt 1
Systeme und Datenflüsse aufnehmen
Welche Systeme, welche APIs, welche Daten in welche Richtung. Dazu die heutigen Handgriffe, die wegfallen sollen.
Schritt 2
Feldzuordnung festlegen
Führendes System je Datenart, Zuordnung der Felder, Regeln für Sonderfälle und Fehler.
Schritt 3
Angebot zum Festpreis
Auf Basis der Zuordnung nennen wir einen festen Preis. Unklare Punkte, etwa fehlende API-Zugänge, benennen wir vorher.
Schritt 4
Entwickeln und testen
Umsetzung gegen Testsysteme oder Testdaten, Probeläufe mit echten Sonderfällen aus Ihrem Alltag.
Schritt 5
Start und Beobachtung
Umstellung zu einem abgestimmten Zeitpunkt, danach enge Kontrolle von Protokoll und Warteschlange.
Schritt 6
Übergabe und Betreuung
Dokumentation der Zuordnung und des Betriebs. Auf Wunsch betreuen wir die Schnittstelle weiter.
Häufige Fragen
Was kostet die Entwicklung einer Schnittstelle?
Das hängt von der Zahl der Systeme, der Richtung des Abgleichs und den Sonderfällen ab. Eine Verbindung zwischen zwei Systemen mit guter API ist überschaubar, ein Abgleich in beide Richtungen mit vielen Varianten deutlich aufwendiger. Nach der Aufnahme der Datenflüsse nennen wir einen Festpreis.
Gibt es für Shopware und JTL nicht schon eine fertige Lösung?
Ja, den JTL-Connector. Für viele Shops reicht er. Schwierig wird es bei eigenen Feldern, besonderen Preislogiken oder zusätzlichen Systemen. Dann passen wir die Einrichtung an oder ergänzen sie, siehe Shopware mit JTL und ERP verbinden.
Können Sie auch an DATEV anbinden?
Ja. Welcher Weg passt, hängt davon ab, wie Ihre Steuerberatung mit DATEV arbeitet. Häufig reicht ein sauberer Export der Buchungsdaten im DATEV-Format. Wir stimmen das Format vorab mit Ihrer Steuerberatung ab.
Was passiert, wenn ein System nicht erreichbar ist?
Die Schnittstelle merkt sich die ausstehenden Übertragungen in einer Warteschlange und versucht es später erneut. Bleibt ein Fehler bestehen, bekommt eine festgelegte Person eine Nachricht mit dem betroffenen Datensatz.
Wo läuft die Schnittstelle?
Auf Ihrem Server, bei Ihrem Hoster oder als Plugin im Shop, je nach Aufbau. Wir richten sie so ein, dass Zugangsdaten nicht im Code stehen und der Betrieb auch ohne uns nachvollziehbar bleibt.
Gehört der Code danach uns?
Ja. Sie bekommen den Quellcode und die Dokumentation. Damit kann auch ein anderer Dienstleister die Schnittstelle später weiterentwickeln.
Schnittstelle besprechen
Nennen Sie uns die Systeme, die miteinander sprechen sollen, und was heute noch von Hand passiert. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung.
Lieber direkt sprechen?
+49 341 14976877Passend dazu
- JTL- und ERP-Anbindung Shopware mit JTL-Wawi oder einer anderen Warenwirtschaft verbinden: Artikel, Bestände, Preise und Bestellungen im Abgleich.
- Prozessautomatisierung mit n8n Wiederkehrende Abläufe zwischen Postfach, Shop, Buchhaltung und CRM laufen automatisch, auf Ihrem eigenen Server.
- Software-Modernisierung Veraltete PHP-Anwendungen, Access- und Excel-Lösungen schrittweise ablösen, während der Betrieb weiterläuft.